Die Universität Hamburg errichtete 1990 am Fachbereich Physik das Institut für Laser-Physik. Es ist konzipiert als Stätte der Forschung und Lehre über die Wechselwirkung von Laser-Licht mit Materie, über kohärente Lichtquellen, sowie über die Anwendung von Laser-Licht auf innovative Meß- und Präparationsverfahren. Laser werden erfolgreich eingesetzt bei spektroskopischen Analysemethoden, hochgenauen Längen- und Zeitmessungen, Telekommunikation, für Materialbearbeitung und in der Medizin-Technik. Die Herstellung von technischen Kristallen und Dünnfilm-Beschichtungen sowie die Entwicklung von Lasern verschiedener Art und Eigenschaften sind dafür notwendig. Das Institut für Laser-Physik arbeitet auf diesen Gebieten. Voraussetzung für den Erfolg seiner Vorhaben sind umfangreiche Grundlagenforschungen in der Kristalloptik, der Quantenoptik und Laser-Spektroskopie. Die Tätigkeit des Instituts für Laser-Physik umfaßt daher eine Vielzahl von Aufgaben:
Diese Arbeiten erstrecken sich von der Behandlung fundamentaler Probleme der Quantenoptik über die Laser-Technik bis zu präparativen Verfahren der Hochtechnologie. Die Arbeiten werden in erheblichem Umfang gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Volkswagen-Stiftung, durch das BMBF und die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung. Ein Teil der im Fortgang befindlichen Arbeiten wird sich in neuartigen Laser-Lichtquellen, Meß- und Analyse-Geräten sowie optischen Verfahren und optischen Komponenten niederschlagen.
Das Institut ist gegenwärtig in zwei Arbeitsbereiche gegliedert:
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Bariumion in einer Ionen-Falle |
In Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Strömungsforschung in Göttingen wird das Verfahren auf die Untersuchung von Atom-Clustern angewandt. Derartige Zusammenballungen von Atomen oder Molekülen treten in Erscheinung bei Katalyse-Vorgängen und Kondensations-Prozessen, und sie spielen in der Atmosphäre eine große Rolle.
Die Miniaturisierung und Mikrostrukturierung physikalisch-technischer Systeme schreitet schnell fort und führt zur Entwicklung von Methoden zur Präparation und Manipulation selbst einzelner Atome. Im Rahmen des Arbeitsbereichs Quantenoptik und Laser-Spektroskopie wird auf diesem Gebiet seit Jahren Pionierarbeit geleistet, nachdem 1980 erstmals die Isolation und der Nachweis eines einzelnen atomaren Teilchens gelang. Derartig präparierte Einzelteilchen sind so gut wie frei von allen Störungen durch Umwelteinflüsse. Daher sind ihre inneren Schwingungen Frequenzmarken von höchster Absolutgenauigkeit.
Die Atomuhr auf der Grundlage eines Einzel-Ions wird für
hochgenaue Zeitmessungen dienen, wie sie für ganz verschiedene Vorhaben
erforderlich sind: für die globale Geodäsie zur Bestimmung der
Kontinentaldrift, für die interkontinentale Datenübertragung und für die
Weltraum-Navigation. Bei dem Vorhaben besteht Zusammenarbeit mit der
Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig.
Dielektrische Oberflächenbeschichtungen spielen bei zahlreichen Anwendungen optischer Systeme eine entscheidende Rolle; z.B. werden Halbleiterdioden-Laser in ihrem Abstimmverhalten und ihrer Ausgangsleistung drastisch verbessert. Derart behandelte Dioden-Laser werden eingesetzt für die spektrale Analyse in der Medizin und Materialkunde, oder in der Fernerkundung atmosphärischer Schadstoffe. Ein Vorhaben über das Vorkommen aggressiver Molekülbruchstücke in der Atmosphäre wird gemeinsam mit dem Institut für Fernerkundung der Universität Bremen vorbereitet.
Eine Grundlage für die Laserentwicklung ist die synthetische Herstellung
von Laser-Kristallen höchster Reinheit und Perfektion. Die neue Generation
von leistungsstarken Laser-Dioden eignet sich nahezu ideal zum Pumpen von
Festkörper-Lasern. Diodenlaser als Pumpquellen erhöhen die Effizienz und
die Lebensdauer des Laser-Systems entscheidend. Die Anwendungen dieser Laser
liegen hauptsächlich in der Informations- und Kommunikationstechnik,
Meßtechnik, Mikrosystemtechnik und in der Medizin.
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Laserkristalle |