Raumausstattung und Dekoration




Musendarstellungen in der Porta Gemmea


Diese Tür von Giancristofero Romano, die Porta Gemmea, befand sich in der Grotta der Isabella d'Este.
Türfassung und Architrav sind aus Carrara Marmor. An der Außenseite befinden sich vier blattumranke Relieftondi, welche Darstellungen der Minerva und der Musen Euterpe, Erato und Clio zeigen. In der Laibung sind weitere sieben Relieftondi mit Abbildungen von symbolischen Tieren.



Die Musen in der humanistischen Tugendlehre

Das antike Motiv der Musen wurde, wie es in der Renaissance verbreitet war, in einem christlich- moralisierenden Sinn allegorisch gedeutet. So wurden die Musen in die humanistische Tugendlehre eingebettet, die aus der aristotelischen Ethik entstanden war und den erzieherischen Anspruch hatte, die Menschen zu verbessern. Sie besagte, daß Bildung und auch die Beschäftigung mit Kunst und Musik - verbildlicht durch die Musen, die die einzelnen Küste und wissenschaftlichen Disziplinen verkörpern - dazu dienten, die Tugenden im Menschen zu erwecken.



Die Intarsienschränke


In der Grotta der Isabella d’Este befanden sich sechs Holzschränke mit Intarsienfeldern. Sie sind bereits vor 1506 von Paolo und Antonio Mola fertiggestellt worden.Intarsienkunst war hochaktuell; so hatten zum Beispiel die Intarsienschränke aus dem Studiolo Federico da Montelfeltres in Urbino Vorbildfunktion für Isabella.