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Überblick

In die ABAP/4-Entwicklungsumgebung sind mehrere Komponenten integriert. Eine Übersicht bietet Abbildung 3.1. Für die praktischen Entiwkclungsarbeiten sind zum einen das in Kapitel 2 vorgestellte Data Dictionary, das die Konsistenz der Daten im gesamten System sicherstellen soll, interessant. Daneben dient der Screen Painter zum Entwerfen der Bildschirmmasken und der weiteren zu einem Dynpro gehörigen Teilkomponenten. Der Menu Painter wird dazu benutzt, Menuhierarchien, Druck- und Symboltastenbelegung festzulegen.

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Abbildung 3.1: Architektur der ABAP/4-Enwticklungsumgebung.

Zentrale Komponenten bei der eigentlichen Programmentwicklung sind der Editor und der Debugger. Hier werden die Module und Unterprogramme entwickelt und getestet, die durch die verschiedenen (abstrakten) Prozessoren zur Laufzeit aufgerufen werden.

Programme oder Programmteile werden im SAP-System über Transaktionscodes aufgerufen. Dies sind vierstellige Zeichenketten, die einen bestimmten Dynpro in einem Programm identifizieren. Wird diese Transaktion z.B. durch Eingabe des zugehörigen Transaktionscodes im Kommandobereich aufgerufen, so werden zunächst die in der Ablauflogik genannten Module des Ereignisses PBO des entsprechenden Dynpros abgearbeitet. Der dafür zuständige ABAP/4-Prozessor interpretiert dabei den Code und führt diesen aus. Anschließend wechselt die Kontrolle zum Dynpro-Prozessor. Dieser bringt die Bildschirmmaske des Dynpros zur Anzeige und nimmt solange die Eingaben des Benutzers entgegen, bis ein Menupunkt, eine Drucktaste oder eine Symboltaste angeklickt wird. Der Benutzer hat dann seine Eingabe abgeschlossen, und es kann das Ereignis PAI ausgeführt werden. Dies geschieht wiederum durch den ABAP/4-Prozessor. Im Ereignis PAI werden üblicherweise Eingabeprüfungen vorgenommen und weitere Dynpros aufgerufen.

Werden auf der Bildschirmmaske zusätzlich Listen angezeigt und z.B. mittels Checkboxen dem Benutzer weitere Bearbeitungsmöglichkeiten angeboten, so werden diese Listen durch den List-Prozessor abgearbeitet. Techniken, die es erlauben, aus einem Report heraus weitere Bearbeitungen zu starten, faßt man unter dem Begriff interaktives Reporting zusammen.

Der List-Prozessor kann also einerseits dazu verwendet werden, einfache z.B. durch ABAP/4 Query erstellte oder komplexere Reports auszugeben. Zum anderen kann der List-Prozessor explizit aus ABAP/4-Programmen aufgerufen werden, um z.B. einen interaktiven Report in ein bestehendes ABAP/4-Programm einzubinden.


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Christian Koch
Fri Apr 19 09:04:09 EDT 1996