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Deklarative Sprachelemente

Hierzu gehören hauptsächlich Anweisungen, die dem System die im folgenden benutzten Bezeichner bekannt machen. Obwohl ABAP/4 eine interpretierte Sprache ist, müssen alle Variablen deklariert werden. Dazu stehen die in Tabelle 3.2 aufgelisteten Datentypen zur Verfügung.

   figure331
Abbildung: Datentypen von ABAP/4 mit ihrer Standardlänge.

Text, numerischer Text und Hexadezimalzahlen können in verschiedener Länge definiert werden. Z.B. wird durch

DATA TEST (4) TYPE C.

eine 4-stellige Zeichenkette angelegt.

Darüber hinaus können Strukturen und interne Tabellen angelegt werden. Dies geschieht z.B. durch

DATA: BEGIN OF itab OCCURS 20.
        NAME (20),
      END OF itab.

In diesem Fall wird durch das OCCURS angegeben, daß es sich um eine interne Tabelle und keine Struktur bzw. Feldleiste handelt und wieviele Einträge für diese Tabelle im Rollbereich eingerichtet werden sollen. Alle über diese Anzahl hinausgehenden Einträge werden im Paging-Bereich und damit nicht im Hauptspeicher, sondern auf Platte gehalten. Der Zugriff erfolgt naturgemäß langsamer.

Auch alle Tabellen aus dem Data Dictionary, die im Programm angesprochen werden sollen, müssen im Programm z.B. durch

TABLES dbtab.

bekannt gemacht werden. Ein Feld dieser Tabelle, z.B. das Feld NAME wird mittels DBTAB-NAME selektiert. Das gleiche gilt für interne Tabellen und Strukturen. Eine aus Cobol übernommene Besonderheit bilden die COMMON-Bereiche. Dies sind (benannte) Datenbereiche, die sich zwei Programme, bzw. Unterprogramme teilen, wobei in beiden Programmen jeweils die gleichen Namen im COMMON-Bereich deklariert werden müssen. Die Definition hat folgendes Aussehen:

DATA: BEGIN OF COMMON PART name.
        ...
      END OF COMMON PART.


Christian Koch
Fri Apr 19 09:04:09 EDT 1996