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Oberflächenpflege

 

In der Oberflächenpflege, auch Menu Painter genannt, werden die folgenden Elemente der Bedienungsoberfläche angelegt und verwaltet:

Jedem dieser Elemente wird bei der Definition ein Funktionscode zugeordnet. Hierbei handelt es sich um eine maximal vierstellige Zeichenkette. Der Funktionscode steht im Ereignis PAI im Feld OK-CODE (bei abweichender Benennung dieses Feldes entsprechend anders) und kann dort abgefragt werden. Bei der Verwendung von Funktionscodes muß insbesondere auf Groß- und Kleinschreibung geachtet werden, da sie im Gegensatz zu vielen anderen Bereichen der ABAP/4-Entwicklungsumgebung relevant ist.

   figure728
Abbildung: Zuordnung von Funktionscodes zu Funktions- und Drucktasten in der Oberflächepflege.

Die Objekte der Oberflächenpflege haben im Gegensatz zu bestimmten Objekten des Screen Painters wie z.B. Drucktasten, neben einem Funktionscode auch einen Funktionstyp. Normale Menueinträge werden üblicherweise ohne Typ bzw. mit dem Defaulttyp angelegt. Für besondere Anwendungsfälle ist es jedoch sinnvoll, einen Funktionstyp zu spezifizieren. Folgende Funktionstypen stehen zur Verfügung:

E
Es werden im Ereignis PAI die FIELD- oder MODULE-Anweisungen ausgeführt, die mit dem Zusatz AT EXIT-COMMAND versehen sind. Diese werden im Normalfall nur dann ausgeführt, wenn der Funktionscode mit E beginnt.

H
Der Hilfedialog wird aufgerufen.

S
Der ABAP/4-Prozessor versucht, den Funktionscode als Systemkommando auszuführen. Der Funktionscode h entspricht z.B. der Eingabe von /h im Kommandobereich.

T
Der Funktionscode wird als Transaktionscode interpretiert. Die entsprechende Transaktion wird aufgerufen. Die entspricht der Eingabe von /nTCOD im Kommandobereich, wenn TCOD der Funktionscode ist.

Die Funktionstypen C und N werden derzeit nicht unterstützt.

Im Menu Painter, der über Entwicklung->Oberflächenpflege aus der Entwicklungsumgebung ansprechbar ist, können zunächst durch die Definition eines (Gui-)Status Menus angelegt und Funktionstasten belegt werden. Die anderen Auswahlmöglichkeiten des Einstiegsbilds dienen ausschließlich dazu, bestimmte Listen für alle zu einem Programm definierten Stati anzuzeigen. Im Programm wird ein Gui-Status durch SET PF-STATUS <guistat> gesetzt. Darüber hinaus kann mit SET TITLEBAR <title> der Titel des Frontendfensters verändert werden. Titel müssen in der Titelliste der Oberflächenpflege angelegt werden.

Wie beim Screen Painter ist auch beim Menu Painter wichtig, daß angelegte oder geänderte Gui-Stati aktiviert werden müssen, bevor sie benutzt werden können.

Jetzt kann auch das Modul GUISET des Dynpros zum Einfügen eines Datensatzes in die Tabelle XTSTUDENT angegeben werden. Es wird davon ausgegangen, daß der Status aus Abbildung 4.10 STUD heißt.

MODULE GUISET OUTPUT.
  SET PF-STATUS 'STUD'.
  SET TITLEBAR 'Studenten eingeben'.
ENDMODULE.



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Christian Koch
Fri Apr 19 09:04:09 EDT 1996