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Informatikseminar zum Thema Bioinformatik/DNA Computing Sommer 2010

Stud.IP (please login first)


Dozent: Karl-Heinz Zimmermann, Ralf Möller, Svetlana Torgasin

Ort: TUHH, SBS 95 H0.09

Zeit: 01.06.2010, 18:00 - 19:30


 
     
DNA-Computing - Rechnen mit Molekülen

externDNA-Computing ist ein Paradigma für die Berechnung komplexer Problemstellungen, das die Erbsubstanz DNA zur Speicherung von Information verwendet und biotechnologische Verfahren zur Manipulation von Information einsetzt. DNA-Computer könnten vor allem dort neue Lösungen liefern, wo die Grenzen traditioneller Computer sichtbar werden, nämlich in der Speicherkapazität und in der Parallelisierung.

Allerdings können DNA-Computer - wie erste Beispiele zeigen - auch auf ganz anderen Anwendungsfeldern eingesetzt werden:
  • für die Analyse von DNA außerhalb der Zelle und
  • für die logische Steuerung von Vorgängen in der Zelle.
Diese Gebiete erfordern in der Regel eine Zusammenarbeit zwischen Informatikern und Biotechnologen; der Informatiker entwickelt ein mathematischen Modell in silico, das der Biotechnologe in vitro (oder sogar in vivo) umsetzt.


Formalia
  • Dieses Seminar ist als Mathematik-Seminar anrechenbar.
  • Die Teilnehmeranzahl ist auf 20 begrenzt.
  • Geplant sind 10 Vorträge (Themen siehe unten).
  • Je zwei Studierende halten einen gemeinsamen Vortrag (ppt-Format erwünscht).
  • Ein Vortrag dauert ca. 30 Minuten plus anschließender, kurzer Diskussion.
  • Pro Sitzung sollen zwei Vorträge stattfinden.
  • Die erste Sitzung ist für die 8. Vorlesungswoche geplant, so dass ausreichend Zeit für die Vorbereitung besteht (siehe Ablaufplan).
  • Die Vortragsdateien müssen nach dem Vortrag jeweils in Stud.IP hochgeladen werden, erst dann erhalten die Vortragenden einen Schein.
  • Es besteht Anwesenheitspflicht!

Voraussetzungen
  • Grundlagen der Informatik

Themen
  • Seminal work Papers of Adleman and Lipton (Sec. 5.1).
  • Universal DNA model: Stickers machine (Sec. 5.3).
  • DNA nanotechnology (Sec. 6.1, Homepage NC Seeman).
  • DNA solution of hard computational problems (Sec. 6.3, 6.3.3).
  • DNA finite state automata (Sec. 6.2).
  • Playing tic-tac-toe via DNA (Sec. 6.4.2).
  • DNA Turing machine (Sec. 6.4.4).
  • Cilitate computing (Sec. 7.1).
  • Cell based DNA automata: Computational genes (Sec. 7.4).
  • Switching logic in living cells (Master thesis, Gopi).

Literatur
  • Z. Ignatova, I.Martinez-Perez, K.-H. Zimmermann: DNA Computing Models. Springer, 288 S., 2008, als E-Book in der TU-Bibliothek verfügbar.


 


Ralf Möller